Geburtsverarbeitung

Geburtsverarbeitung in Zürich

Psychotherapeutische Geburtsverarbeitung 

Von eini­gen Müt­tern wird die Geburt ihres Kin­des belas­tend oder gar trau­ma­tisch emp­fun­den. Die Grün­de dafür sind von Per­son zu Per­son unter­schied­lich. Dies kann von einem unge­plan­ten Geburts­ein­griff (wie Not­fall-Kai­ser­schnitt) oder der Geburts­län­ge (sehr lan­ge oder hef­tig und kurz) her­rüh­ren. Aber auch star­ke Gefüh­le unter der Geburt, wie das Gefühl die Selbst­kon­trol­le oder die Wür­de zu ver­lie­ren, kön­nen aus­schlag­ge­bend sein.
Auch der Umgang mit einem schwe­ren Geburts­er­leb­nis ist sehr indi­vi­du­ell. Die Geburts­ge­schich­te hat Spu­ren hin­ter­las­sen, die sich auf Gefühls‑, Gedanken‑, Ver­hal­tens- & kör­per­li­cher Ebe­ne unter­schied­lich aus­drü­cken kön­nen. Wie z.B. plötz­lich auf­drän­gen­de Erin­ne­run­gen an die schwie­ri­ge Geburt beglei­tet von inten­si­ven emo­tio­na­len & kör­per­li­chen Reak­tio­nen (als ob man wie­der in der Situa­ti­on wäre) oder erhöh­te Schreck­haf­tig­keit. Die­se las­sen bei eini­gen Betrof­fe­nen nach ein paar Wochen bedeu­tend nach, ande­re wie­der­um erle­ben ein Wei­ter­be­stehen. Sie beschrei­ben Mühe in der Ver­ar­bei­tung des Erleb­ten, dass die Geburts­ge­schich­te irgend­wie los­ge­löst scheint, aber doch wie ein Schlei­er das gegen­wär­ti­ge Leben trü­ben kann, sie immer wie­der ein­holt. Dies ent­zieht Kraft, wo man die­se doch in der neu­en Lebens­auf­ga­be als Eltern­teil so sehr braucht.

Auch für Väter kann die Geburt ein trau­ma­ti­sie­ren­des Erleb­nis sein. Denn obwohl die kör­per­li­che Geburts­ar­beit bei der Frau liegt, sind sie mit ihrem Erle­ben, Emp­fin­den voll dabei. Sie über­neh­men die Rol­le des emo­tio­na­len, unter­stüt­zen­den Geburts­be­glei­ters, der sich auch für bestimm­te Anlie­gen ein­setzt, wenn es nötig ist. Für die­se Rol­le sind sie häu­fig in der Beob­ach­ter­rol­le: Läuft alles so wie ich den­ke, es soll­te? Wie geht es mei­ner Part­ne­rin? Wie reagie­ren die Fach­per­so­nen? Kommt es dann zu Unvor­her­ge­se­he­nem oder zu Hek­tik, sieht der Mann sei­ne Part­ne­rin & sein Kind in Gefahr, kann dies zu star­ken Gefüh­len der Ohn­macht & Hilf­lo­sig­keit füh­ren. Er kann nichts unter­neh­men, um zu hel­fen. Not­fall­be­dingt geschieht es nicht sel­ten, dass die Zeit beim Per­so­nal fehlt, sich um den Mann zu küm­mern & ihn zu ori­en­tie­ren. Die Fol­gen einer trau­ma­tisch erleb­ten Geburt sind die glei­chen wie wei­ter oben beschrie­ben & zei­gen sich auf unter­schied­li­chen Ebe­nen. Wer­den die­se mit der Zeit nicht weni­ger, unter­stüt­zen wir Sie ger­ne in Ihrem Verarbeitungsprozess.

Als eid­ge­nös­sisch aner­kann­te Psy­cho­the­ra­peu­tin beglei­te ich Sie in der Geburts­ver­ar­bei­tung Ihres Erleb­nis­ses fach­kun­dig und fein­füh­lig. Ein Teil der Geburts­ver­ar­bei­tung über­nimmt Isa­bel­le Schmid, dipl. Heb­am­me. Unser Anlie­gen ist es, dass Ihr Geburts­er­leb­nis in Ihrer Lebens­ge­schich­te inte­griert wird, ein in sich ruhen­der Teil Ihrer Ver­gan­gen­heit wird, damit Sie sich voll und ganz auf das gegen­wär­ti­ge Leben mit ihrem Baby/ Klein­kind ein­las­sen können.

Kon­takt

Arbeitsweise

Nach einem ers­ten Ken­nen­lern­ge­spräch ent­schei­den Sie, ob Sie die­sen Weg wei­ter­ver­fol­gen möch­ten. Für den the­ra­peu­ti­schen Pro­zess ist es von gros­ser Bedeu­tung, dass Sie sich wohl füh­len und Ver­trau­en ent­wi­ckeln kön­nen.
Mein The­ra­pie­an­satz bei der Geburts­ver­ar­bei­tung ist scho­nend und zugleich wir­kungs­voll. Ich gehe in drei Pha­sen vor, wobei indi­vi­du­ell geschaut wird, wo mehr oder weni­ger Zeit ver­wen­det wird.

  1. Sta­bi­li­sie­rungs­pha­se: Siche­rer Gesprächs­rah­men schaf­fen, Aus­ein­an­der­set­zung mit belas­ten­den Fol­gen des trau­ma­ti­schen Erleb­nis­ses, Auf­klä­rung & Infor­ma­ti­on über Trau­ma und sei­ne Fol­gen, Ver­mitt­lung von Stra­te­gien im Umgang mit star­ken Gefüh­len, Gedan­ken & Körperempfindungen
  2. Geburts­ver­ar­bei­tung: Scho­nen­de Aus­ein­an­der­set­zung des Geburtserlebnisses
  3. Inte­gra­ti­on: Ein­bet­tung in Ihre Lebens­ge­schich­te und Aus­blick in die Zukunft

Für den 2. Punkt pla­nen wir ein Gespräch mit Isa­bel­le Schmid, dipl. Heb­am­me, ein. Dazu wird der aus­führ­li­che Geburts­be­richt vom Spi­tal (der von Ihnen ange­for­dert wer­den darf) her­an­ge­zo­gen. Aus ihrer lang­jäh­ri­gen beruf­li­chen Erfah­rung als Heb­am­me kom­bi­niert mit Ihrem gros­sen Fach­wis­sen als ehe­ma­li­ge Dozen­tin der ZHAW (Insti­tut für Heb­am­men) kann sie mit­tels der Unter­la­gen zum Geburts­ab­lauf und Ihrer Erzäh­lun­gen kom­pe­tent auf die noch offe­nen Fra­gen & The­men, die Sie fort­wäh­rend beschäf­ti­gen, ein­ge­hen. Eben­falls kön­nen häu­fig bestehen­de Gedächt­nis­lü­cken gefüllt wer­den, es wird mög­lich, die Geburts­ge­schich­te als roten Faden zu sehen. 

Kosten

In der Geburts­ver­ar­bei­tung kom­bi­nie­ren wir unse­re Arbeits­be­rei­che (Psy­cho­the­ra­pie & Heb­am­men­kun­de), die­se Leis­tun­gen wer­den jedoch unter­schied­lich von den Kran­ken­kas­sen aner­kannt, des­halb ver­rech­net wir die Kos­ten separat. 

Die Kos­ten für eine Sit­zung der Geburts­ver­ar­bei­tung bei Clau­di­ne Haus, eidg. aner­kann­te Psy­cho­the­ra­peu­tin, à 60 Minu­ten beträgt Fr. 150.-. Dar­in sind Vor- und Nach­be­rei­tung inbe­grif­fen. Auf­grund der kan­to­na­len Pra­xis­be­wil­li­gung in Zürich und mei­ner Aner­ken­nung durch die san­té­su­is­se (Ver­band Schwei­ze­ri­scher Kran­ken­ver­si­che­rer) wird in den meis­ten Fäl­len ein Teil der Kos­ten durch Ihre Zusatz­ver­si­che­rung rück­erstat­tet. Bit­te erkun­di­gen Sie sich bei Ihrer Kas­se nach der Höhe der Kos­ten­be­tei­li­gung (Kos­ten­über­nah­me pro Sit­zung & all­fäl­li­ges Jah­res­kon­tin­gent) und ob eine ärzt­li­che Anord­nung nötig ist.

Die Kos­ten für eine Sit­zung der Geburts­ver­ar­bei­tung bei Isa­bel­le Schmid, dipl. Heb­am­me, à 60 Minu­ten beträgt Fr. 120.-. Das Akten­stu­di­um der Unter­la­gen zum Geburts­ab­lauf wird eben­falls mit 120.- à 60 Minu­ten ver­rech­net (meist beläuft sich die­ses auf 60 Minu­ten). Die­se Leis­tun­gen wer­den lei­der nicht von der Kran­ken­kas­se mit­ge­tra­gen, somit sind die­se Kos­ten selbsttragend. 

Kon­takt